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Die erste urkundliche Erwähnung

12. Jänner 1245, Voitsberg Landschreiber Witigo von Steiermark stellt die der Kirche von Piber aus landesfürstlichen Schenkungen zustehenden Rechte durch Zeugenaussagen aus der Umgebung derselben fest.

Original-Pergament im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien Druck: Zahn, Urkundenbuch II, S. 555-556

Übersetzung:
Ich, Witigo, der Landschreiber von Steier, lasse durch gegenwärtige Urkunde alle Gegenwärtigen und Zukünftigen wissen, dass ich, als ich einmal in Voitsberg weilte, um verschiedene Angelegenheiten meines Herrn Friedrich, erlauchten Herzogs von Österreich und Steiermark, zu ordnen, mit Ulrich, dem verehrungswürdigen Erwählten (Bischof) von Seckau, verhandelt habe über gewisse Rechte seiner Kirche zu Piber, wo einige Rechte meines Herrn geschmälert und verringert worden zu sein schienen.
Nachdem ich in Voitsberg die Amtsleute, Richter, Ritter, Bürger und andere bedeutendere Leute jener Gegend zusammengerufen hatte, prüfte ich mit ihnen sorgfältig diese Fragen, ohne einen der damit Befassten oder ein Problem auszulassen; deren Aussagen und Zeugenschaft lauteten in meiner Gegenwart, wie es rechtens ist, dahin, dass dem Magister Gerold, einst Pfarrer zu Piber, durch besondere Gunst meines Herrn Herzog Leopolds gestattet worden sei, dass niemand von den Amtsleuten und Richtern auf den Besitzungen dieser Kirche sich eine Rechtsprechung anmaßen dürfe, ausgenommen, wenn ein Räuber oder Frevler auf diesen Besitzungen aufgegriffen würde; dann nämlich solle dieser außerhalb der Tor und Zäune nur mit dem Grütel umfangen dem Richter übergeben werden, wobei dem Pfarrer der genannten Kirche oder seinem Bevollmägchtigten auf vorheriges Ersuchen aller beweglichen und ubewegliche Besitz des Frevlers, so er zu vorheriges Ersuchen aller bewegliche und unbewegliche Besitz des Frelers, so erzu Recht bestraft wird, zum Fruchtgenuss der vorgenannten Kirche übergeben zu werden hat.
Weiters wurde durch dieselben Zeugen das Recht erwiesen, dass keiner unter den Richtern von den Bewohnern oder Untertanen des Besitzes der Kirche Piber Abgaben oder Steuern einheben dürfe, wie immer diese genannt sein mögen, und dass die Untertanen unde Leute der Kirche vor keinem Richter sich zu verantworten hätten, es sei denn, ihr Pfarrer oder sein Bevollmächtigter seien anwesend.
Außerdem: dass aufgrund der Schenkungen des genannten Herzogs Leopold jede der folgenden, zu Piber gehörenden Kirchen, nämlich Edelschrott, Modriach, Pack, Köflach, Kainach, Stallhofen, Hirscheck, Salla und Geisttal, eine Taverne besitzt und sie nützt: dies bewies vor mir die Aussage der maßgebenden Persönlichkeiten der Umgebung; als Ausnahme solle gelten, dass der Wirt zu Köflach wegen der Nähe des Marktes Voitsberg zum Nachteil dieser Stadt keine Gäste beherbergen dürfe.
Damit also die vorgenannte Kirche für alle Zukunft sich der Rechte und Gnaden erfreue, die ihr, wie durch alle Zeugen erhärtet wurde, von alters her rechtlich zustehen, gab ich der Kirche Piber diesen gegenwärtigen Brief als einwandfreies Zeugnis vor den im folgenden genannten Zeugen: den Herren Luitold von Statteck, Ortolf und Luitold, den Forstmeistern, Herbord von Leunach, Richter Ulrich von Voitsberg, Ditmar, dem alten Richter, Rudger dem Böhmen, Ottokar von Kainach, Starkhand Schrat, Ullein von Schaflos, Ottokar, dem Münzmeister zu Graz, Rubert dem Kreuzträger, Heinrich dem Kämmerer und vielen anderen, deren Namen hier nicht aufgenommen wurden.
Geschehen zu Voitsberg im Jahr des Herrn 1245, am Tag vor den Iden des Jänner.

Übersetzung: Dr. Puschnig eh., Landesarchiv



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